Dass sich bis jetzt noch keine Nachahmer gefunden hätten, „wundert mich schon ein wenig. Für die Kommune geht es ja um keinen großen Batzen Geld – und es ist ein interessantes und innovatives Projekt.“ So der Städtetagssprecher Manfred Stehle in der Stuttgarter Zeitung am 24.02.09. Er meinte damit das Projekt „Gemeinnützige Arbeit für Studiengebühr“, das seit 2007 in Eppelheim praktiziert wird. Der dortige BM D. Mörlein und sein Gemeinderat (10 CDU /6 SPD von 22) finanzieren Studenten die Studiengebühren im Gegenzug zu 60 Stunden gemeinnütziger Tätigkeit pro Semester in der Gemeinde und ist voll des Lobes. Er habe doppelt bis dreifach so viele Anfragen wie Plätze. Der Verwaltungsaufwand sei minimal.
Die VuB.-Göppingens Freie Wähler hatte die gleiche Idee als Haushaltsantrageingebracht, wurde aber von der Verwaltung und der Mehrheit des Gemeinderates abgeschmettert. Begründung: Es gäbe keine Nachfrage auf beiden Seiten: Hausaufgabenbetreuung – nein, Lesenachmittage mit der Bibliothek – nein, Betreuung imBürgerhaus – nein, Mitarbeit im Haus Wilhelm – nein, Feuerwehr – nein, Essensausgabe in Ganztagesschulen – nein, Waldheim – nein, Betreuung in der Galerie – nein, usw…
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Die Mehrheit des Gemeinderates und die Verwaltung haben (vorläufig) eine Chance verpasst, soziales und bürgerschaftliches Engagement zu verbinden und Göppingen noch lebenswerter zu machen. Schade. Aber: Es wird niemand gehindert, gescheiter zu werden!! Deshalb: Wir bleiben dran. Vor und auch nach der Kommunalwahl. Weil wir meinen, die Idee ist gut – kommt sie doch von uns - für Göppingen.