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Warum braucht man Freie Wähler?
Seite 2

Warum braucht man Freie Wähler ?

Nach dem Grundgesetz wirken die Parteien an der politischen Willensbildung des Volkes mit. Sie sind es also nicht allein, die unsere Demokratie tragen und gestalten sollen, obwohl es manchmal den Anschein hat.
Bürgerinnen und Bürger die sich im Interesse ihrer Lebensgemeinschaft im Dorf, in der Gemeinde, in der Stadt oder im Land für diese engagieren wollen, können dies zwar jeder für sich tun, sie werden für sich alleine aber nicht weit kommen. In einer Demokratie entscheiden Mehrheiten. Wer etwas bewegen oder verändern will braucht Gleichgesinnte und Unterstützer. Wer etwas bewegen oder verändern will muss sich engagieren und andere überzeugen, besser noch, zum Mittun bewegen.
In unserem Staat und in unseren Gemeinden engagieren sich Gewerkschaften, Verbände, Vereine und Bürgerinitiativen und werden auch politisch aktiv. Ihnen gemeinsam ist, dass Sie sich meist einseitig und nur für bestimmte Interessensfelder einsetzen.

Die Parteien haben das Recht und die Pflicht sich um alle Lebensverhältnisse in unserem Staat zu kümmern. Nach dem Parteiengesetz müssen Parteien dauerhaft im Bundestag oder einem Landtag mitwirken (wollen), sowie ein schriftliches Programm haben.
Wer, aus welchen Gründen auch immer, nicht in einer Partei mitarbeiten möchte, muss deshalb nicht auf politische Betätigung verzichten. Er kann sich in seinem Gemeinwesen, seinem Dorf, seiner Stadt, seinem Landkreis politisch betätigen, ohne Parteimitglied oder Parteiunterstützer zu sein. Die Freien Wähler bieten die Möglichkeit an, politisch für die Heimatgemeinde oder den Heimatkreis tätig zu werden. Die Tätigkeit der Freien Wähler ist nicht auf die Vertretung einzelner Interessen gerichtet. Sie hat die Gesamtverantwortung für die jeweilige Gemeinde und/oder die Landkreise im Auge.